Jede Familie kennt sie: die eine Geschichte, die nur eine bestimmte Person erzählen konnte. Wie sich die Großeltern kennengelernt haben. Was wirklich hinter einer berühmten Familienanekdote steckte. Warum ausgerechnet dieses eine Foto so wichtig war. Sobald diese Person nicht mehr gefragt werden kann, verschwindet die Geschichte oft für immer — nicht, weil niemand sie festhalten wollte, sondern weil niemand daran gedacht hat, danach zu fragen, solange es noch ging.
Warum diese Geschichten so leicht verloren gehen
Geschichten leben meist im Kopf einer einzigen Person und werden nur gelegentlich erzählt — bei Familienfeiern, beim Betrachten alter Fotos, in beiläufigen Momenten. Selten werden sie aufgeschrieben oder aufgenommen, weil es dafür keinen natürlichen Anlass gibt. Man geht davon aus, dass noch genug Zeit bleibt, sie irgendwann festzuhalten. Oft stimmt das nicht.
Nach einem Todesfall wird diese Lücke besonders schmerzhaft sichtbar: Angehörige erinnern sich an Bruchstücke, an die Stimmung einer Geschichte, aber nicht mehr an die Details — den Namen des Ortes, das genaue Jahr, die Pointe.
Was sich bewahren lässt, wenn man selbst noch fragen kann
Der wertvollste Zeitpunkt, eine Geschichte festzuhalten, ist während die Person, die sie erlebt hat, noch selbst erzählen kann — in den eigenen Worten, mit der eigenen Stimme, mit den Details, die nur sie kennt. Das gilt in beide Richtungen: Man kann die Geschichten anderer festhalten, solange sie noch da sind. Und man kann die eigenen Geschichten selbst festhalten, für später.
Eine kurze Sprachaufnahme — wie man sich kennengelernt hat, was ein bestimmtes Foto bedeutet, welche Anekdote man selbst am liebsten weitererzählt hat — bewahrt dabei mehr als ein reiner Text. Der Tonfall, das Lachen an der richtigen Stelle, die Pausen: All das geht in geschriebenen Worten meist verloren.
Ein Ort für genau diese Geschichten
Bei Bleibmal lassen sich Geschichten als Text oder als Sprachaufnahme sammeln — von einem selbst, zu Lebzeiten, oder später von Angehörigen ergänzt. Anders als eine lose Sammlung auf verschiedenen Handys entsteht so ein gemeinsamer, dauerhafter Ort, an dem diese Geschichten nicht verloren gehen, sondern für die Familie erhalten bleiben.
Häufige Fragen
Muss ich professionell erzählen oder schreiben können?
Nein — es geht nicht um literarische Qualität, sondern darum, dass die Geschichte überhaupt festgehalten wird. Eine kurze, unperfekte Sprachaufnahme ist wertvoller als eine Geschichte, die nie erzählt wurde.
Wie lang sollten solche Aufnahmen sein?
Es gibt keine Vorgabe — manche Geschichten sind in dreißig Sekunden erzählt, andere brauchen mehrere Minuten. Beides hat seinen Platz.
Können auch andere Familienmitglieder Geschichten beitragen?
Ja — mit dem persönlichen PIN können alle, die dazu eingeladen werden, eigene Geschichten und Erinnerungen ergänzen, die dann von der Familie freigegeben werden.
Wie sich ein solcher Ort für die eigenen Geschichten anlegen lässt, zeigt die Bleibmal-Seite zur digitalen Vorsorge.
